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Thesen Prof. Baier, Soziologie, Konstanz, 19.10.2000
Vom nationalen Sozialstaat zur europäischen Wohlfahrtsgesellschaft
Wir brauchen keinen aktivierenden Staat sondern aktive Bürger
Von den heutigen Körperschaften zu freien Verbänden
Körperschaften wie Kammern und Krankenkassen versorgen und verwalten Zwangskollektive mit rationierten Dienstleistungen, kostenkalkulierten Budgets und obrigkeitlichen Sanktionen.
Zwangskörperschaften mit berufs- und kundenfernen Funktionärskasten taugen nicht zur Regelung einer europäischen Gesundheitspolitik.
Die freien Berufe entwickeln sich von der Zwangskörperschaft zur persönlichen Dienstleistung
Arztberuf ist der Prototyp eines liberalen Berufs, der staatsunabhängig, nicht weisungs gebunden, den Einzelnen in persönlichen Lebensführungen und -nöten berät.
Die zentrale Planwirtschaft im deutschen Gesundheitswesen läuft in den gleichen Ruin wie im real nicht mehr existierenden Sozialismus vor einem Jahrzehnt. Der Weg zu einem national oder regional differenzierten gesamteuropäischen Versorgungswerk im Krankheits- , Behinderungs- und Altersfall ist vorgezeichnet.
Öffnung der Märkte gegen Staats- und Körperschaftszwang
Soziale Gerechtigkeit erwächst nur aus der Freiheit der Bürger, aus ihren selbsterbrachten Leistungen ihr eigenes Wohl und aus ihren Abgaben das Wohl Dritter zu besorgen.
Die Moral des Marktes ist diese Freiheit des Bürgers.
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